Ein Sommermärchen!

Nachdem nun alles besichtigt und ganz liebe Willkommensworte gesagt und von den Mädchen gesungen worden waren, konnten wir nun endlich miteinander malen, basteln, spielen und so gut es ging auch auf Englisch unterhalten. Mit Wasserfarben, Bunt- und Filzstiften entstanden wahre Kunstwerke, von denen wir auch einige mit nach Deutschland nehmen durften. Das Ausmalbild von der Kindersegnung erkannten sie sofort und wir erzählten gemeinsam die Geschichte. Später sangen die Mädchen Lieder von Hiob, dem verlorenen Sohn und Lieder von der Liebe Gottes zu uns Menschen. (Demnächst an dieser Stelle Link zu den Videos)

Ganz gerührt war ich von dem Text eines Liedes über ihr Leben. Von großer Freude und Hoffnung in Liyoyelo handelte es, dabei strahlten ihre Augen und ich sah die große Freude und Dankbarkeit in den Gesichtern. In dem Moment war mir klar, dass wir genau das Richtige tun, wenn wir dieses Projekt unterstützen und den Mädchen ein gesichertes Zuhause geben.

Lars hatte sich inzwischen mit Akende, einem Neffen von Annie, angefreundet. Sie verbrachten die meiste Zeit mit Fußball spielen oder den Ort Limulunga unsicher zu machen. Akende gefiel es wohl gut einen großen, weißen Freund neben sich zu haben.

Sonntagmorgen besuchten wir gemeinsam eine ca. 5 km entfernte Krokodilfarm. Die Mädchen waren sehr aufgeregt, da sie noch nie einen Ausflug gemacht hatten. Mit dem Sammeltaxi fuhren wir zu Paul, dem Besitzer und Freund von Michael und Annie. Er führte uns über das Gelände und erklärte uns viel über die Aufzucht und Verwendung der Tiere. Die Mädchen waren sehr neugierig und diszipliniert und stellten im Anschluss an die Führung interessante Fragen.

Den Nachmittag nutzten wir, um die Ausbaumöglichkeiten des Projektes auf dem Grundstück zu besprechen. Michael zeigte uns, wo das Gemeinschaftshaus* gebaut werden soll. Wenn es fertig gestellt ist, bekommt Mr. Maketo dort einen Büroraum und das jetzige Büro- und Lagerhaus kann für weitere sechs Mädchen ein neues Zuhause bieten. Voraussetzung ist allerdings, dass wir zuverlässige Paten für die Kinder und Hausmütter finden. Außerdem sahen wir uns die Erweiterungsmöglichkeiten des Grundstückes an.

* Inzwischen hat der Aufbau schon begonnen.

Bevor wir Abschied nehmen mussten, schenkten wir den Mädchen noch einige Gesellschaftsspiele, Puzzles und Geschicklich-keitsspiele. Die große Freude und Dankbarkeit konnten wir auch jetzt wieder in den Gesichtern erkennen und umso schwerer fiel es nun „Auf Wiedersehen“ zu sagen.

Montagmorgen mussten wir dann auch von Annie und Michael Abschied nehmen. In der Mukambi-Safari-Lodge – mitten im Kafue Nationalpark – verbrachten wir dann noch ein paar Tage,  bevor wir uns in Livingstone noch die Viktoria Wasserfälle angesehen haben.

Marlies Folle

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