– Solarstrom für Liyoyelo

Im letzten Rundbrief hatten wir beschrieben, wie abhängig wir von einer zuverlässigen Stromversorgung sind, insbesondere hinsichtlich der Förderung von Wasser.

Unser Appell an Freunde und Freundinnen unserer Arbeit hat die erhoffte Wirkung erzielt und wir konnten eine Firma in Lusaka beauftragen, zwei Systeme zu installieren: die Wasserversorgung auf Solarstrom umzustellen und einen Stromspeicher an das vorhandene Stromnetz anzuschließen. Gleichzeitig sollten sämtliche Lichtquellen auf LED umgestellt werden.

Am 21. Januar war es soweit: Ein Techniker-Team brachte alle Komponenten mit. Zunächst musste die Wechselstrompumpe aus dem Bohrbrunnen geholt und gemeinsam mit der Verkabelung entfernt werden. Die neue Gleichstrompumpe wurde angeschlossen und in den Brunnen eingebracht, etwa 60 Meter tief.

Tauschen_der_Pumpe_0

Arbeiten am Bohrbrunnen der Pumpe.

Tauschen_der_Pumpe2

Tauschen der alten Pumpe …

Tauschen_der_Pumpe1

… gegen die neue Gleichstrompumpe.

Die_neue_Pumpe

Die „alte“ Wechselstrompumpe hat ausgedient.

Gleichzeitig wurde ein Mast errichtet zur Aufnahme der Solarmodule. Schließlich musste nur noch die Steuerung der Pumpe in eine dafür vorgesehene Aluminium-Box eingebaut und angeschlossen werden.

Das_Solarmodul

Installation des neuen Solarmoduls.

Verkabelung

Die Steuerung der Pumpe wird angeschlossen.

Der Batteriespeicher war in kurzer Zeit installiert, die Batterien waren bereits aufgeladen und am gleichen Abend hatte Liyoyelo Licht, während das ganze Dorf wegen Stromausfall im Dunkel lag. Zusätzlich läuft die Kühltruhe sowie ein Computer und der Drucker im Internetcafé, für mindestens zehn Stunden.

Der_Batteriespeicher

Fertig, der neue Solarspeicher sorgt nun für Wasser, Licht, Kühlung und Internet.

Beide Systeme haben sich ganz wunderbar bewährt: Liyoyelo hat immer genügend Wasser, Lebensmittel verderben nicht mehr und das Internetcafé kann auch bei den ständigen Stromabschaltungen einen Minimalservice anbieten.

Dies ist eine enorme Erleichterung für Liyoyelo, und wir sind allen, die uns dies ermöglicht haben, sehr dankbar.

Michael Scholz, Limulunga/Sambia, 10.04.2016
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