– Die Schule ist aus… Violet und Pumulo werden auf Lehramt studieren!

Wieder gute Nachrichten aus Limulunga!

Violet und Pumulo, seit ca. 10 Jahren im Liyoyelo -Projekt unterstützt, haben ihre Schulausbildung erfolgreich abgeschlossen! Darüber freuen wir uns sehr und gratulieren den beiden herzlich.

Beide haben bisher sehr gute schulische Leistungen erbracht und möchten nun ihren nächsten Lebensabschnitt ebenso engagiert starten.

Dazu schrieb uns Michael Scholz am 26.März 2016 aus Limulunga:

„Violet und Pumulo sind bei der Universität in Mongu eingeschrieben. Beide wollen für das Lehramt an Sekundärschulen studieren. Im Juni sind die Gebühren fällig. Zusätzlich fallen erhebliche Kosten für ihre täglichen Fahrten von Limulunga nach Mongu an, darüber hinaus für Bücher, Schreibzeug und Mahlzeiten. Dieses Budget gilt für den Rest des Jahres und beträgt 26,000 Kwacha, umgerechnet etwa 2.160 Euro. Wir suchen noch nach alternativen Möglichkeiten, die sehr hohen Transportkosten zu senken, aber so sieht es zur Zeit aus. Könnt ihr das machen? Bitte um baldige Nachricht. Wenn nicht, dann können die Beiden womöglich jetzt nicht mit ihrem Studium beginnen.“

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Violet und Pumulo im März 2016

 

Nach kurzer Beratung im Vorstand mit Blick auf die Kassenlage haben wir entschieden die Finanzierung des Studiums vorerst zu übernehmen. Wir danken unseren Spendern für die anhaltende Spendenbereitschaft, die uns dieses ermöglicht. Wenn Sie, liebe Spender, das Studium von Violet und Pumulo finanziell unterstützen wollen, können Sie das gern mit dem Zusatz „Studium Violet und Pumulo“ tun. Jeder Beitrag, ob regelmäßig oder einmalig, ob klein oder groß, hilft das Studium der beiden langfristig zu ermöglichen und so einen nachhaltigen Beitrag für die Region über die Grenzen des Projektes hinaus zu leisten.

Wir wünschen Violet und Pumulo Gottes Segen und gutes Gelingen auf ihrem neuen Lebensabschnitt.

Violet und Pumulo möchten sich für die bisherige und zukünftigen Unterstützung aus Deutschland bedanken und haben uns diesen Brief geschrieben, viel Freude beim Lesen:

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Dear Sponsors,

We greet you in the name of our Jesus Christ and we hope that you are doing fine in Germany. As for us we are doing fine here in Zambia at Liyoyelo Project.

Briefly we would like to talk about our back ground at Liyoyelo. Our back ground is that we have stayed in Liyoyelo project for ten years now, and we finished school last year, we have done very well in school and we are looking forward to go to the University for Further Studies this year in June, 2016 and would like you sponsors to support us more at the University. We also say thank you for sponsoring us at Liyoyelo including our education, we really appreciate. May God continue blessing you abundantly!

                                                                        Yours Faithfully,

                                                               VIOLET  CHIRWA and PUMULO  LIKEZO.

Freie Uebersetzung (Michael Scholz):

Liebe Freunde, Paten, alle, die uns hier in Liyoyelo unterstützen,

wir grüssen Sie im Namen Jesu Christi und hoffen, dass es Ihnen gut geht in Deutschland. Uns geht es hier in Sambia prima bei Liyoyelo.

Wir möchten kurz über unseren Hintergrund bei Liyoyelo sprechen. Wir sind nun schon zehn Jahre lang bei Liyoyelo und haben letztes Jahr unsere Schule abgeschlossen. Dabei haben wir sehr gut abgeschnitten und freuen uns darauf, dieses Jahr im Juni unsere Ausbildung an der Universität fortzusetzen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns auch dabei helfen können. Wir bedanken uns bei Ihnen für all die Unterstützung, einschließlich unserer schulischen Ausbildung, dafür sind wir sehr dankbar. Möge Gott sie auch weiterhin reichlich segnen.

In Verbundenheit,

Violet Chirwa und Pumulo Likezo

 

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– Weihnachts-Rundbrief 2015 und Liyoyelo-Rundbrief Nr. 10 erschienen

Hier gibt’s den aktuellen Weihnachtsrundbrief 2015

Zudem finden Sie hier den Liyoyelo-Rundbrief Nr. 10 aus Sambia

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– Meine Erfahrungen in Liyoyelo- von Laura

Im Dezember 2013 war Laura Vogt aus Bad Oeynhausen für einige Wochen zu Gast im Projekt Liyoyelo- lesen sie hier wie Sie ihre persönlichen Erfahrungen schildert.

Meine Erfahrungen in Liyoyelo

Als ich in Liyoyelo ankam, haben mich die kleine Annie, die Mädchen und Mr. Maketo herzlich willkommen geheißen. Während der gesamten Zeit, die ich dort war, waren alle sehr freundlich und ich habe das Gefühl gehabt, dass alle glücklich waren, mich da zu haben. Nach ein paar Tagen habe ich aber auch gemerkt, dass fast alles in Sambia sehr anders ist, als ich es von zu Hause gewöhnt war und manchmal habe ich mich sogar einsam und verloren gefühlt. Ich denke, dass das dieses Phänomen ist, das sie Kulturschock nennen und es war überwältigend. Ich war vorher nie aus Europa rausgekommen und nun war ich in Limulunga und wann immer mich jemand von meinen Freunden oder Familie fragte, wie es mir ging, konnte ich nur sagen: „Es ist einfach… so anders!“. Ich konnte meine Gefühle nicht wirklich beschrieben und ich wusste, dass es Gefühle sind, die man nur versteht, wenn man sie mal erlebt hat. Es schien mir, als würde ich niemals in das Dorf passen und in meinem Kopf waren immer zwei Welten: Einmal meine gewohnte europäische Denkweise und die afrikanische Welt, die um mich herum war.

Während der ersten zwei Wochen war ich also erstmal damit beschäftigt, mit den vielen neuen Eindrücken klarzukommen und verzweifelt an meiner deutschen Mentalität festzuhalten. Ich hatte den Eindruck, dass mich die Menschen in Liyoyelo und Limulunga nur als das komische deutsche Mädchen wahrnahmen, denn genauso habe ich mich auch gefühlt. In Wirklichkeit habe ich auf die anderen vermutlich nur schüchtern gewirkt. Außerdem war ich nach Afrika mit der Erwartung gekommen, dass die meisten Menschen fließend Englisch sprechen würden, aber das war nicht der Fall. Die meiste Zeit fand ich mich in der Mitte von Stimmengewirr auf Lozi wieder und das machte mich noch einsamer. Ich dachte, dass meine Ansichten wohl nie jemand verstehen könnte und gleichzeitig habe ich nicht verstanden, wie die anderen dachten. Niemand konnte meine typisch deutschen Fragen beantworten (Was ist eigentlich dieser Lärm nachts immer? Denkst du, dass wir in Sambia dieselben Sterne sehen, die wir in Deutschland sehen, also vielleicht nur aus einem anderen Winkel? Warum flippen die Kinder alle so aus, wenn sie ein weißes Mädchen sehen?), im Gegenteil; alle schienen überrascht, dass ich überhaupt solche Fragen stellte.

Aber eines Tages nach zwei Wochen wachte ich auf und erinnerte mich an Akendes Standard-Antwort auf alle meine Fragen und Beschwerden: „Willkommen in Afrika!“ und mir war plötzlich klar: Das ist es doch! Das hier war Afrika und das war okay. Ich glaube, ich brauchte einfach diese ersten zwei Wochen des Kulturschocks, der Verzweiflung und der Orientierungslosigkeit und als ich dann plötzlich darüber hinweg war, fühlte ich mich gut. Ich konnte nun die afrikanische Lebensweise akzeptieren und fing an, sie zu mögen. Mein innerer Kampf zwischen meiner deutschen Denkweise und der afrikanischen Welt um mich war beendet und Afrika hat gesiegt, denn das war die einzig sinnvolle Entscheidung. Jetzt wo ich schon mal da war, konnte ich mir auch eine gute Zeit machen. Also habe ich Freunde im Dorf gefunden, was sich als das Beste herausstellte, das mir passieren konnte, und ich fing an, aktiv Dinge zu tun. Ich unternahm Spaziergänge, spielte mit den Mädchen und unterrichtete sogar an der High School im Dorf. Ich machte zusammen mit Annie einen Plan von Nachhilfestunden und Spielzeiten mit den Mädchen, aber das funktionierte schlussendlich nicht, denn die größeren Mädchen waren wenig begeistert von der Idee, nach der Schule noch Nachhilfe mit mir zu machen und die kleineren waren so begeistert, mit mir zu spielen, dass wir dafür keine offiziellen Zeiten brauchten. Deshalb verwarf ich die Pläne und war einfach für die großen Mädchen da, wann immer sie Fragen oder Probleme mit den Hausaufgaben hatten, und verbrachte gleichzeitig fast jede freie Minute mit den Kleinen. Ich habe auch versucht immer wieder etwas mit vielen verschiedenen Mädchen zu machen, also ließ ich meine Haare flechten, nahm einzelne Mädchen mit in die Stadt oder lud sie auf einen Tee mit Scones ein. Ich habe nie komplett das Gefühl verloren, mehr eine Art besonderer Gast für die Mädchen zu sein, und keine Freundin, was ich eigentlich sein wollte, aber vermutlich war es für sie einfach nur schwer herauszukriegen, was ich für sie sein sollte: die Lehrerin, das weiße Mädchen, der Gast, die Freundin oder das verrückte Mädchen, das bei ihnen lebte. Sie wussten vielleicht nicht einmal, wann ich wieder gehen würde, und erschienen deshalb manchmal zurückhaltend. Trotzdem hatten wir eine tolle Zeit, wenn wir einfach nur zusammensaßen und quatschten und ich hoffe sehr, dass ich den Mädchen auch etwas zurückgeben konnte. Sei es auch nur Geschichten aus Deutschland, ein paar neue Eindrücke, ein anderer Blickwinkel oder ein bisschen englische Sprachpraxis.

Jetzt, da ich zurückblicke auf meine Zeit in Sambia aus einer zeitlichen Entfernung von 4 Wochen und einer räumlichen Entfernung von 7.000 Kilometern, fällt mir auf, dass ich mich in Afrika viel mehr verändert habe, als ich es gedacht hätte und viel mehr Dinge vermisse, die ich nie erraten hätte. Ich bin so froh, dass ich das echte Leben in einem afrikanischen Dorf erleben konnte, mitsamt aller Stromausfälle, verrückten Abenteuern und Momenten der Frustration. Wenn mich jemand fragen würde, ob ich anderen die Erfahrung weiterempfehlen würde, würde ich sagen: Ja, macht es, aber seid darauf vorbereitet, dass es hart sein wird, dass ihr einsam sein werdet, dass ihr euch manchmal hilflos und verloren fühlen werdet. Aber in dem Moment, in dem ihr über diese Gefühle hinauswachst, wird es das Erlebnis eures Lebens werden.

Laura Vogt 19.01.14

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– Erweiterung Internet-Cafe im Juni 2014

Im Sommer 2014 wurde das Internet-Cafe erweitert. Unsere Patenbeauftragte Ute Freese war vor Ort, berichtet uns von den Arbeiten und hat uns einige Bilder mitgebracht.

Im Juni 2014 war ich für 7 Tage in Liyoyelo zu Besuch. In diesen Tagen sah ich den Erweiterungsbau des Internet-Cafes wachsen.

Das Cafe, das nicht nur von den Mädchen und jungen Frauen aus Liyoyelo, sondern auch von jungen Leuten aus der Nachbarschaft genutzt wird, war zu klein geworden. Dieser wichtige integrative Treffpunkt sollte erweitert werden.

Es erwies sich als günstig, dass Michael Scholz die Bauweise mit Sandsäcken kennen gelernt hatte – sehr sparsam mit Sand, der direkt neben der Baustelle ausgehoben werden kann.

Doch sehen Sie selbst:

Ute Freese , im Juni 2014

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– Mennighüffer-Adventsmarkt 2012

Mennighüffer Adventsmarkt 2012
Limulunga wieder mit dabei

Nach 2011 war unser Verein „Limulunga e.V.“ jetzt bereits zum 2. Mal mit einer Holz-Hütte auf dem Mennighüffer Adventsmarkt vertreten.
Marlies und Andreas Folle hatten die Limulunga-Hütte wieder liebevoll vorbereitet und sehr schön gestaltet. Da gab es vieles zu schauen und zu gucken. Mit anderen Worten: Es war eine echte High-Light-Hütte, die sich da den Besuchern präsentierte.
Unterstützt wurden sie dabei unter anderem von dem neunjährigen Jonas Komnik, Schüler der Grundschule Mennighüffen-West. Über den Sponsorenlauf der Schule war er auf das Kinder-Aidswaisendorf aufmerksam geworden. Daraufhin hatte er selbst Kekse gebacken und passende Dosen gebastelt, die er auf dem Adventsmarkt verkaufte.

Eine tolle und vor allem nachahmenswerte Idee !

Impressionen des Adventmarktes 2012:

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– Barmbek trifft Limulunga

„Barmbek trifft Limulunga – Schülerinnen reisen zu Altersgenossinnen in den afrikanischen Busch. Mädchen aus zwei Welten werden Freunde.“

Wir wollen einen Dokumentarfilm drehen über den Schülerinnenaustausch zwischen einer Hamburger Brennpunktschule und unserem AIDS-Waisinnen Projekt „Liyoyelo community Trust Fund“ im tiefen Westen Sambias.

Für die Mädchen werden diese Begegnungen zu einem tiefgreifend Erlebnis.

Infos finden sie auf der unten angegebenen Internetseite.

Es wäre wunderbar, wenn Sie uns bei unserem Filmvorhaben in Sambia unterstützen würden.

Damit das Projekt zur Finanzierung freigegeben werden kann, benötigen mindestens 100 Fans.

Bitte klicken die Seite an und registrieren Sie sich kostenlos.

http://www.nordstarter.org/schulfach-leben

Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Infos auch an Ihre Freunde weiterleiten.

Unterstützen können Sie dieses spannende Projekt auch über unser Vereinskonto:

Volksbank Bad Oeynhausen-Herford eG
BLZ 494 900 70
Konto 1803069700
Stichwort: Filmprojekt

Sollte das Projekt nicht zustande kommen (aus welchen Gründen auch immer) erhalten Sie selbstverständlich Ihr Geld zurück.

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Mennighüffer Sommer 2012

Mennighüffer Sommer am 17.  Juni 2012 – Limulunga bereits zum 3. Mal dabei

Regelmäßig am 3. Sonntag im Juni lädt die Werbegemeinschaft „Einkaufsmeile Mennighüffen“ zum Mennighüffer Sommer.

Der Mennighüffer Sommer ist ein Dorffest der ganz besonderen Art, das es in Löhne kein zweites Mal gibt. Alle wirken an diesem Tag mit: Die Vereine, die Banken, die Schulen, die Kirchen und natürlich die Einzelhändler entlang der Lübbecker Straße. Sie bescheren den Besuchern an diesem Sonntagnachmittag ein paar schöne und fröhliche Stunden.

Seit Limulunga e. V. seinen Sitz vor 2 ½  Jahren nach Mennighüffen verlegt hat, ist es eine Selbstverständlichkeit, dass auch Limulunga mit dabei ist.

Die stellvertretende Vorsitzende Marlies Folle, zusammen mit Ehemann Andreas und Vorsitzendem Wilhelm Bökamp hatten auf dem Kirchplatz wieder ihren Stand aufgebaut.

War dieser im Anfang noch recht klein, präsentieren sich die „Limus“ mittlerweile mit einer echten Messe-Präsenz. Das Interesse an Informationen über das Kinder-Aidswaisendorf war in den zurückliegenden Jahren noch überschaubar.

Der Ostwestfale an sich und erst recht der Mennighüffer reagieren auf Neues mitunter zunächst sehr zurückhaltend und sind nicht gleich „Feuer und Flamme“. Sind sie aber erst mal von einer Sache überzeugt, dann setzen sie sich voll und ganz dafür ein. Dann braucht man für die Spendenwerbung keinen Türen mehr einzurennen.Weil die dann schon offen stehen.

Und so konnten sich die Organisatoren an diesem sonnigen Sonntagnachmittag über mangelndes Interesse an der Arbeit von Michael Scholz in Sambia nicht beklagen.

Den ganzen Nachmittag über war der Stand gut besucht.

Schon jetzt steht fest: Auch beim 10. Mennighüffer Sommer am 16. Juni 2013 finden die Mennighüffer ihren Limulunga-Stand wieder gleich vorne auf dem Kirchplatz.

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Afrikanischer Abend in Mennighüffen

Der Verein Limulunga e. V.  und der Gospelchor Mennighüffen gestalten gemeinsam einen eindrucksvollen Abend!

Einen ganz besonderen Abend gab es kürzlich in unserer Mennighüffer Kirche zu erleben: Eingeladen hatten der Gospelchor unserer Gemeinde zusammen mit dem Verein Limulunga zu einem afrikanischen Abend.

Der nun stattgefundene afrikanische Abend war in seiner Kombination aus eindrücklichen Schilderungen einerseits und den musikalischen Darbietungen des Gospelchores als Antwort (!) darauf besonders gelungen! Die mit viel Liebe zum Detail gestaltete Kirche schaffte dabei eine besondere Atmosphäre mit warmen Farben im Altarraum und vielen Bildern, die von Kindern aus dem Dorf gemalt wurden.

Kurz bevor das „Konzert“ begann, gab Luitgard Pfundstein eine Einführung in die Geschichte und (politische) Lage Afrikas im Allgemeinen und Sambias im Speziellen. Im Anschluss daran ertönten afrikanische Trommeln. Wenn man die Augen dabei geschlossen hatte, konnte man sich gut in diese ganz andere Welt denken.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass schon das Vorprogramm und die einführenden Worte eine sehr sinnvolle, hilfreiche und wichtige Einstimmung in den Abend darstellten. Es tat gut, in der Kirche erst einmal zur Ruhe kommen zu können, alle anderen Gedanken des Tages ablegen zu können, um sich in diese, uns völlig ferne und fremde Welt einlassen zu können, um die es an diesem Abend gehen sollte. Da half es sehr, sich eine halbe Stunde lang die Bilder an der Leinwand anschauen zu können oder einfach die Farben im Altarraum auf sich wirken zu lassen.

Um 19:30 Uhr war es dann so weit: Der Gospelchor betrat  die Kirche und sang seine ersten beiden Lieder. Natürlich wurden alle Lieder auf Afrikanisch gesungen. Erfreulicherweise konnte der Zuhörer dennoch folgen, weil auf der Leinwand die entsprechende deutsche Übersetzung zu lesen war.

„Auf dem Weg zum Ziel singen wir mit Freude und beten mit Jesus“ und „Danke Jesus, du bist so gut und groß“ heißt es da in den ersten Beiträgen. Von Beginn an schaffte es der Gospelchor, sein Publikum mitzureißen und erntete nach jedem Beitrag Applaus.

Und dennoch mochte es dem einen oder anderen erst ein wenig befremdlich gewesen sein, mit ganzer Seele in das Lob mit einzustimmen angesichts der Eindrücke, die Marlies Folle, Vorstandsmitglied im Verein Limlunga, über ihre Schilderungen und Bilder vermittelte.

Gemeinsam mit ihrer Familie war sie im Jahr 2010 selber vor Ort. Dies war für sie eine sehr nachhaltige Erfahrung, die ihr Leben verändert hat und die ihre Sicht auf viele Dinge unseres Lebens relativiert und verändert hat.

Durch die sehr einfühlsamen Berichte konnte der Besucher an den Erfahrungen einen großen Anteil haben. Schön ist es zu sehen, wie es Marlies Folle in ihren Berichten immer wieder schafft, dass die Zuhörer nicht in Mitleid erstarren, sondern zum Handeln und Helfen bewegt werden. Die Not in Afrika ist kein Thema, bei dem man sich beschämt wegducken sollte, weil man zwar selber weiß, dass man helfen sollte, aber vermeintlich nicht helfen kann. „Es gibt Menschen, die kommen zu mir und sagen, dass die Hilfe, die man selber leisten könne, nur ein Tropfen auf den heißen Stein sei“, so Folle. Aber das ist das falsche Bild: „Es geht um den Menschen und wir haben das Ziel, immer mehr Kinder in das Projekt zu holen. Über jedes Kind, dem wir helfen können, freuen wir uns“.

Wie schon erwähnt, war es erfreulich, dass die Stimmung und Atmosphäre in der Kirche trotz des auch ernsten Themas nicht verkrampft war. Nein, es gab sogar viele Momente, wo ein Lächeln oder ein Schmunzeln zu vernehmen war.

Und doch sind da diese Bilder: Nicht alle sind auf den ersten Blick erfreulich. Als Betrachter unseres Wohlstandes fallen einem doch zuerst immer wieder die unvergleichbaren Lebensbedingungen auf. Das macht traurig. Aber plötzlich sieht man da einen Film auf der Leinwand von den Mädchen aus dem Dorf, wie sie Bilder malen und dabei unendlich unbekümmert und fröhlich sind und ein Lied singen. Ein Lied über das Projekt Liyoyelo, in dem sie beschreiben, wie sie sich darüber freuen, dass ihnen geholfen wird und dass es ihnen gut geht.

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Kann denn Löhne Afrika sein…?

Das vielleicht nicht, doch einen Hauch des afrikanischen Lebensgefühls können Interessierte am 13. Mai 2012 um 19:30 Uhr in der Kirche in Mennighüffen erleben.

Am Muttertag laden der Verein „Limulunga e. V.“, der seinen Sitz in Mennighüffen hat und der Gospelchor „Sound of Peace ’n‘ Joy“ der Kirchengemeinde  zu einer bunten Reise auf einen anderen Kontinent ein.

Dort erwartet die Besucher eine stimmungsvolle Atmosphäre, in der spannende Berichte sowie lebendige afrikanische Gospelklänge zu hören sind. Eindrucksvolle Bilder untermalen das Programm.

Der Eintritt ist frei. Am Ausgang besteht Gelegenheit für eine Spende.

Der Verein „Limulunga e.V.“ betreibt mit Partnern vor Ort ein Aidswaisen-Kinderdorf im afrikanischen Sambia im Südosten des Kontinents. Das von Spenden aus Mennighüffen, Hamburg, Bayern und dem europäischen Ausland getragene Projekt gibt Kindern eine Zukunft, deren Eltern an Aids gestorben sind. In familienähnlichen Wohngruppen werden sie von einheimischen Mitarbeiterinnen auf ein selbständiges Leben vorbereitet.

Weitere Informationen zu den Initiatoren des Abends erhalten Interessierte unter  http://soundofpeacenjoy.so.funpic.de/.

Der Gospelchor „Sound of Peace ’n‘ Joy“ der Kirchengemeinde Mennighüffen wurde im Jahre 1998 gegründet. Über 30 Sängerinnen und Sänger sind dort inzwischen gemeinsam aktiv. Interessierte sind herzlich zu den Chorproben eingeladen. Regelmäßig freitagabends um 19:30 Uhr im Altenwohnheim. Besonders über Männerstimmen würde sich der Chor sehr freuen. Weitere Informationen bei Luitgard Pfundstein unter 0049 5732 72299.

untere Reihe:

Nicole Schöneborn (Gospelchor), Alexander Wolanski (Leiter des Gospelchores)und Sophie Ihmels (Gospelchor).

obere Reihe:
Marlies Folle (Limulunga e.V.) und Luitgard Pfundstein (Gospelchor)

Im Hintergrund die Flagge Sambias.

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Siyemboka.

Am 8. April 2012 feierten vier unserer Mädchen, Muyangwa, Maimbolwa, Ruth und Beatrice, den Abschluss der Frauenschule, die so genannte Siyemboka. Begleitet wurden sie dabei von unseren „kleinen Damen“, der kleinen Monde und unserem Nesthäkchen Namunji.

In Sambia ist dieses Fest sehr wichtig und wird von allen sehr geschätzt. Die Mädchen lernen dort, was eine Frau für ihren Lebensweg braucht. Unter anderem auch, wie sie sich vor HIV schützen können, was für uns natürlich ein ganz wichtiges Anliegen ist.
Michael berichtete, dass es eine sehr gelungene Feier war. Ich finde die Bilder sprechen für sich.
Sehen unsere Mädchen nicht fantastisch aus?

Ich werde nicht müde, euch immer wieder zu danken. Nur mit eurer Hilfe können wir den Mädchen dieses Fest in einem so tollen Rahmen und mit den wunderschönen Kleidern ermöglichen – DANKE dafür!
Michael Scholz

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