Wer wir sind
Wir sind eine ständig wachsende Gruppe engagierter Menschen,
- denen Afrika ein besonderes Anliegen ist und
- die besonders zu Menschen in Sambia ein enges Verhältnis aufbauen und pflegen wollen und
- die überzeugt sind etwas tun zu können,
damit die Auswirkungen von HIV/Aids auf Dauer gemildert und abgefangen werden, um Gemeinwesen dabei zu helfen sich selbst zu helfen, sodass die jetzige Generation der Kinder eine Chance im Leben bekommt.
Denn nur wenn Menschen die Möglichkeit haben, ihre Fähigkeiten zu entfalten, können und werden sich auch Dörfer und Städte entwickeln und damit das ganze Land.
Dazu wollen wir einen spürbaren und nachhaltigen Beitrag leisten und mit unseren Partnern in Sambia in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit
gemeinsam handeln.
Da sowohl der Vorstand des Vereins Limulunga e. V. wie auch die Mitglieder des
Board of Trust in Sambia ehrenamtlich arbeiten, kommt jeder Cent dem Projekt zugute. Limulunga e. V. und Liyoyelo Community Trust sind gemeinnützig anerkannt!
Die Gründung unseres Vereins hat eine Vorgeschichte. Sie begann im Jahr 1979, als der Initiator und damalige Vorsitzende unseres Vereins, Michael Scholz, als Entwicklungshelfer nach Sambia ging.
Ein Stück Familiengeschichte
Michael Scholz war im Westen Sambias, am Mongu Teacher
Training College in der Lehrerausbildung tätig, als er 1980 in Limulunga Annie Mulako kennen lernte. Die beiden heirateten noch im selben Jahr und haben drei Kinder miteinander. So begann eine immer enger werdende Verbindung zu diesem Land und seinen Menschen.
Annies Familie stammt aus der Gegend um Limulunga, ihre Mutter wohnt im Dorf. Sie hat sieben Enkelkinder und vier Urenkel.
Schon 1989 wurde die Familie erstmals heimgesucht durch Aids. Annies älterer Bruder starb und hinterließ seine Frau und vier Kinder. Ein Jahr später verstarb auch die Mutter dieser Kinder, die dann zu ihrer Oma zogen.
Anfang der 90er Jahre erkrankte zunächst Annies Schwager und starb, dann erkrankte auch ihre Schwester. In Mitleidenschaft gerieten vor allem die beiden jüngsten der drei Kinder, die miterleben mussten, wie ihre Eltern nacheinander immer schwächer wurden und schließlich starben. Diese beiden, Maimbolwa und Akende, sind getestet worden. Auch sie sind seit ihrer Geburt Träger des Virus. Dank der Einnahme antiretroviraler Medikamente (ARVs) geht es ihnen heute gut. Im Jahr 2001 verlor Annie ihre letzten drei Geschwister kurz nacheinander. Zurück blieben die Kinder.
Was wir wollen
Am Beispiel dieser einen Familie haben wir gesehen, was die Krankheit anrichtet. Es gibt jedoch allein in Limulunga hunderte Familien, denen es ebenso und zum Teil noch schlimmer ergangen ist. Und Limulunga steht beispielhaft für den überwiegenden Teil des Landes Sambia und darüber hinaus für ganz Afrika. Wir konnten aber auch erfahren, wie sich Unterstützung auswirkt, und deshalb wollen wir diese seit vielen Jahren ausschließlich privat geleistete Arbeit auf eine breite Basis stellen. Je mehr Unterstützung wir in Deutschland und ganz Europa mobilisieren können, um so mehr Betroffene können wir in Sambia erreichen, damit Kinder eine faire Chance bekommen und alte Menschen ohne Familienangehörige versorgt werden können.
Wir sind so fest überzeugt von unserem Projektkonzept, dass wir damit rechnen, in Zukunft weitere Initiativen anzuregen, möglicherweise sogar die Grenzen Sambias zu überschreiten und in den Nachbarländern tätig zu werden, wo die Situation ähnlich ist. Diese Vision haben wir in unserem Logo zum Ausdruck gebracht. Die Regierung Sambias ist auf unsere Arbeit aufmerksam geworden und nennt unser Projekt „beispielhaft“.
Wie wollen wir das tun?
Unser Konzept ist einfach: Waisenkinder und alte Menschen, die keine Familienangehörigen mehr haben, von denen sie versorgt werden können, bekommen einen Platz in unserem Projekt angeboten, um dort ein dauerhaftes Zuhause zu finden und in Gemeinschaft mit anderen zu leben. Dabei können und sollen sie sich gegenseitig unterstützen und ergänzen, außerdem ihr gewohntes Leben in der Dorfgemeinschaft mit allen traditionellen Bezügen weiterführen. Damit ist gewährleistet, dass Waisenkinder nicht zusätzlich zum Verlust ihrer Eltern auch noch ihr kulturelles Erbe verlieren.
Wer soll das alles zahlen?
Das Projekt ist räumlich integriert in das Dorf Limulunga und wird von der Dorfge-meinschaft getragen und tatkräftig unterstützt. Dies geschieht vor allem durch freiwillige Arbeitsleistung beim Bau einfacher Häuser, aber auch durch Heranschaffen von Material wie Gras oder Holz für die Dächer. In Zukunft rechnen wir auch mit Zuwendungen in Form von Nahrungsmitteln wie Maismehl, Fisch, Hühnern und Gemüse.
Seitdem das Projekt LIYOYELO angelaufen ist (Beginn: seit dem 2. Mai 2006), haben wir für weitere Bauten und deren Ausstattung nationale und internationale Organisationen angesprochen, uns benötigte Gelder zur Verfügung zu stellen. Ein Gebäude für Jugendliche hat die Deutsche Botschaft in Lusaka finanziert, ein anderes die Aktion Kinderhilfe in Münster.
Unser Verein hat sich zum Ziel gesetzt, nicht ausschließlich, aber vor allem für die Deckung laufender Kosten zu sorgen. Dazu gehören Ernährung und Kleidung für die Bewohnerinnen und Bewohner ebenso wie Schulkosten für die Kinder, aber auch Gehälter für Hausmütter und Wirtschafterinnen, bei Bedarf Fahrtkosten zum Krankenhaus, Medikamente und vieles mehr.
